Chronik

 

Zusammenfassung der Chronik über den Katholischen Burschenverein Rottbach e. V.

 

 

Meilensteine:

 

1912

 

Vereinsgründung

1922

14. Mai

Fahnenweihe

1925

 

Erster Maibaum

1936

05. April

letzte Eintragung vor dem 2. Weltkrieg

1947

07. Dezember

erste Eintragung nach dem 2. Weltkrieg

1949

 

Wiedergründung des Vereins

1952

31. August

40-jähriges Stiftungsfest

1962

15. Juli

50-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

1978

01. Mai

erster Maibaum seit 1961

1986

 

Wiedereinführung einer Vereinssatzung

1987

11. - 13. September

75-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

1989

 

Fund des ersten Teils der Vereinschronik

1991

19. - 21. Juli

1200-Jahr-Feier in Rottbach

1992

 

80-jähriges Jubiläum

1995

 

Registereintragung des Vereins

1996

 

85-jähriges Stiftungsfest des KBV Mammendorf mit KBV Rottbach als Patenverein

2002

 

90 Jahre KBV Rottbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chronik über die Ortschaften der Altgemeinde Rottbach:

 

Wer bei der alten Linde nördlich von Unterlappach rastet, erblickt ein Landschaftsbild von eigenartigem Reiz. Vor ihm liegt in einer Mulde zwischen dem Hachel- und Mitterberg das uralte Dorf Rottbach mit seiner ehrwürdigen Pfarrkirche, eingebettet in grüne Wiesen und fruchtbare Getreidefelder, umrahmt von freundlichen Bauernwäldern und stillen Weihern, durchflossen von gleichnahmigen Bächlein. Die stattlichen Bauernhöfe zeugen von der Fruchtbarkeit des tertiären Hügellandes.

Der Naturnamensort steht auf ältestem Siedlungsboden. Von der Eigenkirche des Edlen Oaso (788), der mit seiner Tochter, der Gottesmagd Engilsnot, den Altar fertigte, zur Urpfarrei unter seinem Sohn Totilo (791), zum königlichen Sendegericht im Orte (vor 800) und zum Aussterben des Edelgeschlechtes mit Engilsnot der Jüngeren – eine Fülle von Geschehen und Daten.

Über das Hochstift Freising kam das Dorf im 11. Jahrhundert an die herzogliche Grafschaft Dachau, durch Kaiser Ludwig den Baier großteils in die Hofmark Fürstenfeld, welche eine neue Kirche bauen ließ. 1634 stiftete der Ministerialrat Berchthold von Rottbach einen Jahrtag nach Einsbach. Wie schon die Edlen Burkahrd und Gottfried als Wohltäter in einer Pollinger Rotel (um 1147) und der Edle Ulrich von Ropach als Inderstorfer Spender (um 1185) aufgeführt sind, so war auch Berthold, der letzte Ritter auf der Burg Altrottbach, Spender für Indersdorf. Nach dem Dorfbrand 1485 ließ die Zisterzer-Hofmark aus dem Rottbacher Ziegelstadel steingebaute Häuser erstehen. Wegen des Mooslehen fand unter Pfalzgraf und Herzog Wolfgang in Augsburg eine Verhandlung statt (1510), 1532 wurde die Türkenhilfe erhoben. Die Hofmark griff helfend ein bei den Qualen des Schwedenkrieges, bei den Seuchen in den Schreckenissen von 1704 und 1732 sowie beim Franzoseneinfall 1800, wobei der Pfarrherr erschossen wurde.

Die Gemeinde beginnt 1804. Sie zählte noch immer zu den Goldenen Pfarreien des Dekanates. 1669 bestand hier zwar keine Schule, aber verschiedene Bauern waren schreibkundig. 1724 ist ein Schulmeister im Orte. 1803 mussten die Kinder nach Einsbach, Maisach, Aufkirchen gehen, während die Feiertagsschule im Ort stattfand.

Das 1961 erbaute Schulhaus war bis 1969 in Betrieb. Die gotische Kirche St. Michael/Maria wurde nach dem Schwedenkrieg und weiterhin erneuert. Der Schiffsneubau 1912 und die Renovierung 1938 brachten dem schönen Chor keine Einbuße. Schöne Figuren und Grabsteine und das Michaelisblatt machen das Gotteshaus zu einer frommen und interessanten Betstätte. 1986 wurde erneut eine Kirchenrenovierung begonnen.

 

Das Weiler Lappach am gleichnamigen Bächlein erscheint 807, als die Eigenkirche St. Maria zu Unterlappach und das Widum durch die Edlen Schwestern Ellbenburg und Engelburg – und den Eigenpriester Asolt – ans Domstift Freising übergeben wurden. Ums Jahr 880 machte der freie Mann Fridarich zu Lappach einen Hoftausch zu Jesenwang mit Deisenhofen. Auf diesen Fridarich gehen die Hofbesitzter Freytag, wohl die älteste noch fortlebende Familie im Landkreis, zurück (seit 1316 als Freibauern genannt). Sie pflegten in anerkennenswerter Weise das anmutige Kirchlein, dessen Hochaltargemälde – durch Richard Victor Purnickel stamm (1799). Das Heiligtum wurde wie die Pfarrkirche nach dem Schwedenkrieg erneuert. Am Berg ein origineller Bauernbildstock.

 

Der Ortsteil Oberlappach mit mehreren Anwesen wird in ettalischen und fürstenfeldischen Hofmarksnotizen ebenfalls als freier Bauernsitz im Hofmarksbestand Laittbach bezeichnet.

 

Der Weiler Weiherhaus steht an der Stelle des einstigen Fischhüterhauses, das Herzog Albrecht IV. beim Forellenweiher und Wasserspeicher errichten ließ (1498). Seit 1860 sind die Weiher abgelassen.

 

Die Einöde Kuchenried ist als herzoglicher Wirtschaftshof um die Jahrtausendwende entstanden und kam 1316 in die Zisterzer-Hofmark Roppach, die auch Einsbach umfasste. Die Seelsorge war nicht klösterlich.

 

Der Weiler Zötzelhofen, den alten "Sedlhof" der Ritter Eisenhofer und Rottbach, kaufte 1402 die Hofmark.

 

Der Weiler Prack, ein Rodungshof, der 1298 Prech genannt wird, hatte die gleichen Besitzer wie Zötzelhofen. Die Grenzstreittigkeiten über Präckh und Zetzelhof (1603 und 1819) mit Einsbach wurden jeweils friedlich beigelegt.

 

Der Weiler Deisenhofen, um 880 erwähnt, wurde 1126 als Gründungsgabe des Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach an Kloster Inderdorf gestiftet und kam 1402 durch Tausch an Fürstenfeld.